Interaktive immersive Bewegungsgesteuerte VR / 3D Video Tanzperformance
Dieses Projekt wird durch den FFF Bayern gefördert.
Am 26. März 2021 wurde der Prototyp im VRlab des Deutschen Museums präsentiert und damit ein wichtiger Meilenstein abgeschlossen.
Projektentwicklung XR4 – „Mensch Maschine Cyborg Dancing“
Antragsteller: Thomas Mahnecke und Angelika Maria Meindl, München
Plattform: Ortsgebundene VR Experience für Oculus Rift
Im Zentrum des Projekts steht die Entwicklung eines technischen Dispositivs aus Soft- und Hardware, das eine immersive, interaktive und bewegungsgesteuerte VR-/3D-Videotanzperformance ermöglicht. Die Performance erforscht den Spannungsbogen zwischen dem Streben nach technischer Perfektion und der Sehnsucht des Einzelnen nach Selbstfindung und Erfahrung.
Mit 3D-Projektionen und einem dreidimensionalen Klangfeld verschwimmen die Grenzen zwischen Bühne und Zuschauerraum. Bewegungen der Tänzer werden in Echtzeit erfasst und wirken direkt auf die visuellen und auditiven Elemente, sodass ein lebendiger, sich ständig verändernder Raum entsteht. Das Ergebnis ist eine immersive Erlebniswelt, in der die Energie der Tänzerinnen spürbar wird und die Zuschauerinnen mitten in der Performance stehen – ein Moment, der jedes Mal einzigartig ist.
Testrendering
Key Personal / Partnerschaften / Kooperationen / Sponsoren
Wir haben uns Partner gesucht und Kooperationen geschlossen um gemeinsam dieses Projekt zu entwickeln.
Kollektiv:
Art Director: Angelika Maria Meindl Mahnecke
Visuel Design / Lead: Tobias Gremmler
Technical Director: Thomas Mahnecke
Produktionsleitung: Claudia Mittermaier
Sound Design: Fred Lutz
Partner
German Museum Munich (VR Lab): website (Kooperationspartner)
Etha international media systems: website ( Sponsor )
Videocation: website ( Partner )
Zweck des Projekts
Jede unserer Entscheidungen beeinflusst die Zukunft – ein unaufhörlicher Fluss aus Ereignissen, Gedanken und Visionen. In unserer Performance wird diese Metaebene sichtbar: Sie umgibt Darsteller und Zuschauer gleichermaßen und lädt ein, in eine interaktive, real-virtuelle Welt einzutauchen.
In einem rechteckigen 360-Grad-Raum verschmelzen Licht, Klang und Bewegung zu einer dynamischen Erlebniswelt. 6 stereoskopische Digitalprojektoren und ein Surround-Sound-System mit 10 Lautsprechern reagieren in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzerin – ihre Energie erzeugt die Visualisierung selbst. Jeder Moment formt den Raum neu, lässt die Zuschauer*innen Teil des Geschehens werden und erschafft eine Welt, die zwischen Realität und Imagination schwebt. Bewegungen der Tänzerin werden durch eine Game-Engine sofort verarbeitet, sodass die Performance in Echtzeit auf den Raum und die Wahrnehmung des Publikums reagiert.
Der Raum verliert seine konventionelle Struktur; Raum und Zeit werden schwebend, ein scheinbar amorphes Wesen, das sich mit den Bewegungen der Tänzerin verbindet und die Zuschauer*innen umhüllt. Wir zielen darauf ab, neue Möglichkeiten von Tanz und neuen Medien zu erkunden. Die Integration der neuen Medien folgt dem Ansatz, einen interaktiven Dialog zwischen den Tänzern, den Rezipienten und dem visualisierten 3-dimensionalen Raum herzustellen. Hier entsteht ein interaktiver Dialog zwischen Performerin, Publikum und visualisierter Welt – eine einzigartige, immersive Erfahrung, die die Performance zu einem besonderen Ereignis macht.
Das Projekt wird durch den FFF Bayern gefördert und vom VRlab des Deutschen Museums unterstützt, das seine technischen Möglichkeiten für die Entwicklung des Konzepts und eines Prototyps bereitstellt. Dieses Projekt entstand unter Corona-Bedingungen.
Vision wird Realität!
Stellen wir uns vor, die Grenzen zwischen Live-Performance, Projektionen und Publikum lösen sich auf. Raum, Bühne und Darsteller verschmelzen zu einer einzigen, dreidimensional erfahrbaren „Hyperwelt“. In diesen hybriden, virtuellen Welten eröffnen sich völlig neue Möglichkeiten für Theater, Show, museale Inszenierungen sowie digitale, interaktive Multi-User-Erlebnisse.
Ziel unserer Prototypen-Entwicklung ist es, die Voraussetzungen für eine neuartige real-virtuelle Bühnenwelt zu schaffen: mit Echtzeitdarstellung des 3D-projezierten Bühnenbildes, verbunden mit Licht-, Ton- und Bühnensystemen. Dadurch entsteht eine echte Multiuser-Interaktion zwischen Darstellern auf der Projektionsbühne und dem Publikum. Für Regisseurinnen, Choreografinnen und Zuschauer*innen erschließen sich nahezu endlose Dimensionen, die Wahrnehmung und Fantasie herausfordern.
Dank moderner Motion-Tracking-Systeme, die Bewegungen in Echtzeit an digitale Avatare koppeln, gewinnen Choreographien im zeitgenössischen Tanz völlig neue Dimensionen. Tänzer*innen, Avatare, Projektionen und Raum verschmelzen zu einer Einheit, kaum noch unterscheidbar. Gemeinsam tauchen wir ein in diesen dreidimensionalen Hyperraum, in dem alles möglich ist und Raum und Zeit sich aufzulösen scheinen.
warum wurde die Technologie gewählt
Dreidimensional durch 3D-Beamer oder LED-Walls projizierte Bühnenbilder werden dem Publikum derzeit selten in Theateraufführungen Unterhaltungsshows oder Museen geboten. Einzig in 3D-Kinofilmen können Zuschauer diese dreidimensionalen Welten regelmäßig ausserhalb einer VR Welt erleben. Das liegt zum einen an den komplizierten technischen Möglichkeiten und zum anderen an dem umfangreichen Produktionsaufwand. Viele verschiedene Hard- und Software-Systeme müssen dafür eingesetzt werden. Besonders das Anpassen und Ändern einer fertig gerenderten 3D-Szene für das digital projizierte Bühnenbild, erfordert einen großen Zeitaufwand und somit hohe Kosten. Die Integration von interaktiven Elementen, wie zum Beispiel der live-Einsatz von Motion Capture Systemen oder anderen Tracking Systemen und Interfaces zur Entwicklung interagierender Szenen ist eine technisch anspruchsvolle Herausforderung.
Auch in Museen sind immer mehr echte Multi User Erlebnisse gefragt in denen kontaktlos mehrere Besucher gemeinsam interagieren können und eine 3 dimensionale Welt ausserhalb -real- und -virtuell- mit einer VR Brillen wahrnehmen können. Unser technisches System wurde für diese Ansprüche realisiert.
Eine Idee das IMAX Deutsches Museum für die Entwicklung des Prototypen zu nutzen
Visualisierung eines Test Showroom:
Video:
Angelika Maria Meindl Mahnecke/ creative director, chroeography
Thomas Mahnecke/ visualizations, technical management
Premiere of Man Machine Part 3 in the "Kraftraum" of the Deutsches Museum in October 2018
Förderer und Unterstützer: